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Grundsteinlegung am Kloster Bethanien

22/03/2023

Feierliche Grundsteinlegung am 22.03.2023

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde auf dem Gelände des Kloster Bethanien, Trier-Kürenz, wurde heute von Oberbürgermeister Wolfram Leibe, Architekt Max Dudler, BBT-Regionalleiter Christian Weiskopf, den drei Geschäftsführern der Pflegegesellschaft St. Martin Trier, Priorin Schwester Mirijam und Subpriorin Schwester Stephanie sowie gbt Vorständin Sybille Jeschonek und (ehem.) Prokurist Heinrich Masselter der Grundstein zum Um- und Erweiterungsbau des Klosters Bethanien gelegt.

Auf dem Klosterareal entstehen in drei Bauabschnitten insgesamt 47 neue Wohnungen, 2 Pflegewohngemeinschaften, eine Tagespflegeeinrichtung sowie die neuen Räumlichkeiten der Ordensgemeinschaft der Benediktinerinnen samt Kapelle, Sakristei und Foyer. Das Investitionsvolumen der gbt beträgt insgesamt rund 20 Mio. €.

Heinrich Masselter verwies in seinem Grußwort auf den 7-jährigen, wechselvollen Vorlauf der Konzept- und Bebauungsplanentwicklung, bis endlich die Genehmigungsunterlagen eingereicht werden konnten. „Nach dieser langen Vorlaufzeit hatten sich leider alle positiven Grundvoraussetzungen geändert“, so gbt-Vorständin Sybille Jeschonek. „Nach einer Baukostenexplosion von über 30% in 2 Jahren, Über-Nacht-Streichung fest eingeplanter und beantragter Fördermittel nach Neujustierungen eines Bundesministeriums und Zinswende hätte das Projekt fast im letzten Moment gestoppt werden müssen. Nur dem Willen und der Bereitschaft aller Beteiligten, neu nachzudenken und auch Abstriche zu machen, ist es zu verdanken, dass nun der Bau voranschreitet. Wir freuen uns daher ganz besonders, heute hier den Grundstein zu legen.“ Für die engagierten Benediktinerinnen war dies ein Deja-Vu: Schon der Bau des ursprünglichen Klosters fiel in eine Zeit schwieriger Rahmenbedingungen.

Architektur & Bau

Der Entwurf des renommierten Architekturbüros Max Dudler GmbH, das den städtebaulichen Wettbewerb gewann und auch mit der Ausführungsplanung beauftragt wurde, folgt der Idee des Weiterbauens und der Kontinuität. Die Identität des Ortes, die Geschichte und Tradition des Klosters werden durch den Erhalt der beiden Bestandsgebäude aufgenommen und jeweils durch einen ergänzenden Neubau fortgeführt.
Das entstehende Gebäudeensemble, bestehend aus drei Gebäuden, vermittelt zwischen den privaten und geschützten Innenhöfen und der umgebenden Landschaft.

Das frühere Ökonomiegebäude, ein Naturschieferbau, wurde bereits komplett entkernt. Das Bestandsgebäude wird durch einen U-förmigen Anbau ergänzt, der das neue Kloster sowie den Pflege-Wohnbereich beherbergt. Es entsteht ein geschützter Innenhof, der als Ruhe- und Besinnungszone, aber auch als gemeinsamer Kommunikationsbereich dient. Auf den ursprünglich geplanten Kreuzgang im Innenhof muss aus Kostengründen verzichtet werden. (Bauabschnitt 1)

Im zweiten Bauabschnitt, der ab April dieses Jahres beginnt, werden 22 barrierefreie, geförderte Seniorenwohnungen mit 2 – 3 Zimmern und 38-60 qm Wohnfläche entstehen. (Bauabschnitt 2)

Der Umbau des heutigen Klostergebäudes zu 18 frei finanzierten Mietwohnungen mit 2-5 Zimmern für alle Generationen und Haushaltsgrößen wird den letzten (3.) Bauabschnitt bilden.

Soziales Konzept

Für das innovative soziale Konzept des Standortes zeichnet in erster Linie die Pflegegesellschaft St. Martin Trier verantwortlich, die Kooperationspartner der gbt ist. In zwei betreuten Wohngemeinschaften, einer Tagespflegeeinrichtung und 7 Appartements zum eigenständigen Wohnen mit Pflegeangebot wird Pflege und Betreuung für Senioren und dementiell erkrankte Menschen rund um die Uhr angeboten. Zudem können die Bewohner der benachbarten 22 barrierefreien Seniorenwohnungen ambulante Dienste in Anspruch nehmen. „Wir freuen uns sehr, dass nun ein weiteres Projekt im Rahmen unserer Kooperation mit der gbt-Wohnungsbau und Treuhand AG in die Umsetzung kommt, bei dem wir uns gemeinsam für die Versorgungssicherheit von Menschen mit einem Hilfebedarf einsetzen“, sagt Christian Weiskopf, Regionalleiter der BBT-Gruppe, Region Trier.
„Mit unseren Angeboten möchten wir durch Stärkung des jeweiligen Wohnquartiers Menschen mit dauerhaftem oder vorübergehendem Hilfebedarf ermöglichen, in ihrem sozialen Umfeld möglichst lange selbstbestimmt zu leben. Es geht um die Schaffung einer ‚sorgenden Gemeinschaft‘, in der über ein pflegerisches Angebot hinaus ein Kreis entstehen soll, in dem man sich gegenseitig unterstützt, beispielsweise über Nachbarschaftshilfe und ehrenamtliches Engagement“, ergänzt Daniel Knopp, Geschäftsführer der Pflegegesellschaft St. Martin Trier.

Förderung & Nachhaltigkeit

Das Projekt mit einem Investitionsvolumen von geplant 19,93 Mio. € wird aus vier Quellen finanziert. Über die Hälfte der Investitionskosten wird über Baudarlehen sowie Eigenmittel der gbt getragen. Der Umbau der Bestandsgebäude wird mit zwei Förderdarlehen der KfW aus einem Programm zur „Energetischen Sanierung von besonders erhaltenswerter Bausubstanz“ im Gesamtvolumen von rund 5 Mio € kofinanziert. Für den Neubau im KfW-Standard 55 EE (Erneuerbare Energien) mit geplant 22 Wohnungen sind zusätzlich Fördermittel der Investitions- und Strukturbank des Landes Rheinland-Pfalz zum „Klimagerechten sozialen Wohnungsbau“ in Höhe von 3,58 Mio. € beantragt. Damit könnten die Seniorenwohnungen später zu einem günstigen Mietpreis von 6,80 € pro qm angeboten werden.

Das Objekt wird mit Luft-Wärmepumpen-Technik beheizt. Die Gebäude werden ein umweltgerechtes Gründach mit Photovoltaikanlage erhalten. Baubeginn war Ende Juni 2022. Die gbt rechnet mit einer vierjährigen Bauzeit.

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